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Ursachen für Burnout


Ein Burnout entsteht durch ein über einen längeren Zeitraum andauerndes Ungleichgewicht zwischen den Anforderungen, die an einen Menschen gestellt werden bzw. die er an sich selbst stellt und den Ressourcen, die ihm zur Verfügung stehen.

Zu Beginn stehen übergroßes Engagement bis hin zur Hyperaktivität, pausenloses Arbeiten, der Verzicht auf Erholungsphasen, die Nichtbeachtung der eigenen Bedürfnisse, das Verdrängen von Misserfolgen und die daraus resultierende allmähliche Beschränkung sozialer Kontakte und Hobbies.

 

Persönliche Aspekte, die die individuelle Belastbarkeit eines Menschen vermindern, spielen dabei eine große Rolle. Eigenschaften wie Ängstlichkeit, mangelnde Selbstachtung, Neigung zu Irritationen, Sorgen und Depressionen, Neigung zu Zwanghaftigkeit, Schuldanfälligkeit und ein labiles Selbstwertgefühl sind bei Burnout-Patienten häufig.


Menschen, die ihr Selbstwertgefühl größtenteils aus ihren beruflichen Leistungen ziehen, zeigen häufig eine krankhafte Sucht nach Erfolg und Anerkennung. Diese Menschen stecken sich oft zu hohe Ziele und sind dabei wenig kompromissbereit. Dahinter steckt der in der Kindheit anerzogene Glaube, nur durch Erfolg liebenswert zu sein.


Auch der Versuch, Versagenserlebnisse und mangelnde Zuwendung in der Kindheit durch soziale Tätigkeit zu kompensieren, führt häufig in einen Burnout. Menschen mit dem so genannten Helfer-Syndrom versuchen ihr Selbstwertgefühl durch Aufopferung und die dadurch erhoffte Dankbarkeit zu stabilisieren und berücksichtigen dabei ihre eigenen Bedürfnisse zu wenig.


Neben den genannten persönlichen Ursachen gibt es zahlreiche äußere Auslöser, die in besonderem Zusammenhang mit einem Burnout stehen können. So kann z.B. eine Veränderung der privaten oder beruflichen Situation, die familiäre oder Arbeitsbelastung, zu starke Kontrolle oder eine dauerhafte Unklarheit bezüglich der persönlichen Aufgaben und Ziele zur Belastung werden. Gesellschaftliche Veränderungen und Anforderungen, eine ungünstige oder unsichere Arbeitslage sowie die wachsende Komplexität der Prozesse des modernen Lebens sorgen darüber hinaus vermehrt für Stress.


Abschließend sei auch der Begriff des Boreout erwähnt (englisch (to) bore: „langweilen"), der als Pendant zum Burnout bezeichnet werden kann. Auch dauerhafter Unterforderung, fehlende Anerkennung oder Fehlbelastung können zu einem Zustand der Sinnlosigkeit und Leere führen, der dem Burnout-Syndrom vergleichbare Symptome aufweist.